Betäubungsmitteltests
Der Drogenschnelltest ist ein Verfahren, das es vor Allem der Polizei erlaubt, den Verdacht auf Drogenkonsum zu bestätigen. Häufig werden solche Tests bei Verkehrskontrollen angewendet. Auch bei der Bundeswehr (beispielsweise bei der Musterung), Zollkontrollen und in Gefängnissen ist die Anwendung verbreitet. Da die Tests aber auch in der Apotheke oder im Internet erhältlich sind, sind sie auch Privatpersonen - beispielweise misstrauischen Eltern - zugänglich.
Der Schnelltest der Polizei bei einer Verkehrskontrolle kann verweigert werden. Sollte allerdings die Abnahme einer Blutprobe angeordnet werden, muss man diese zulassen.
Drogenschnelltests wenden verschiedene Verfahren zum Nachweis diverser Substanzen an. So gibt es Urin, Speichel und Schweiß- bzw. Wischtests.
Meistens sind in einem Teststreifen die Tests auf mehrere verschiedene Substanzen vereint. Teilweise kann eine Person auf bis zu 10 Substanzen gleichzeitig getestet werden. Die Kombinationen der zu testenden Substanzen sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich.
Schweiß- und Wischtests
Die sogenannten Drugwipe- oder Schweißtests stellen ein relativ neues Verfahren dar, das 2003 eingeführt wurde. Das Verfahren ist mit einer hohen Fehlerquote, die Allem Amphetamine und Opiate betrifft, behaftet. Der Test schlägt nämlich oft auch dann an, wenn die zu testende Person unter Anderem Cola, Husten- und Erkältungssäfte oder mohnhaltige Lebensmittel zu sich genommen hat. So erklärt sich eine Fehlerquote von über 8%.
Die Durchführung eines Drugwipe-Tests geschieht folgendermaßen: Mit dem angefeuchteten Teststreifen wird über die Stirn der zu testenden Person gewischt. Auf dem Teststreifen befinden sich Antikörper, welche zu in den zu testenden Drogen enthaltenen Bestandteilen passen. Verfärbt sich der Teststreifen, stellt das ein positives Testergebnis dar. Diese Wischtests müssen nicht zwangsweise über die Stirn der Person gestrichen werden. Genauso weist der Test Drogenbestandteile auf dem Lenkrad der fahrenden Person oder auf anderen Gebrauchsgegenständen nach. Diese Variante des Wischtests ist selbstverständlich alles Andere als verlässlich, weil sie nicht auf den unbedingt auf den Konsum illegaler Substanzen hinweist, sondern lediglich zeigt, dass der getestete Gegenstand irgendwann einmal mit jenen Substanz in Kontakt gewesen ist.
Urintests
Urintests sind ein sehr sicheres Verfahren zum Nachweis diverser Substanzen. Allerdings weist ein positives Testergebnis nicht unbedingt auf den kürzlichen Konsum von Drogen hin. Natürlich brauchen die jeweiligen Substanzen einige Zeit um in den Urin zu gelangen. Im Blut können sie weit schneller nachgewiesen werden. So sind beispielsweise Amphetamine ein bis drei Tage im Urin nachweisbar (das Ergebnis hängt stark vom ph-Wert des Urins der Testperson ab), im Blut bzw. Blutserum nur etwa sechs Stunden. Bei Kokain ist die Spanne noch größer: der Urintest weist Kokain bis circa sieben Tage nach Konsumzeitpunkt nach, im Blut sind die Spuren nur etwa sechs Stunden enthalten. Chronischer Haschischkonsum ist sogar noch Monate später im Urin nachweisbar.
Der Drogen Schnelltest wird durchgeführt, indem ein Teststreifen in das zu testende Urin gehalten wird. Nach etwa 5 Minuten erscheinen auf der Oberfläche ein oder zwei Streifen, dabei stellt meist ein Streifen den Indikator für die korrekte Funktion des Tests dar, der andere Streifen steht für ein positives Ergebnis. Abgesehen von den üblichen (und weit billigeren) Streifentests, sind auch sogenannte Kassetten erhältlich, für deren Anwendung man nur wenige Tropfen Urin benötigt.
Speicheltests
Im Gegensatz zum Urintest liefert der Speicheltest ein Ergebnis, das Aufschluss über die aktuelle Drogenbeeinflussung der Testperson gibt. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Urintest ist die Tatsache, dass der Speicheltest es der zu testenden Person erlaubt, ihre Intimsphäre zu wahren. Vielleicht ist das der Grund, dass die Bereitschaft der getesteten Personen im Allgemeinen höher ist, einen Speichel- als einen Urintest durchzuführen.
Ähnlich wie beim Drugwipe-Test wird auch bei dieser Methode der Teststreifen über die Zunge der Testperson gezogen. Das Ergebnis erhält man wie gehabt nach einigen Minuten in Form von Verfärbung.